
Sonntag, 23. August
Bombenanschlag in den Vororten von Damaskus und Gedenken an zwei Journalistinnen in Sulaimaniyya
Bombenanschlag in den Vororten von Damaskus
Ronahî: Laut Berichten von Nachrichtenagenturen ist heute auf der Straße zwischen Maruna und Saydnaya in den Vororten von Damaskus eine Bombe in einem Bus der inneren Sicherheitskräfte explodiert. Bei der Explosion wurden mehrere Sicherheitskräfte verletzt.
Ronahî: Eine Sicherheitsquelle teilte lokalen Journalisten mit, dass die Explosion stattfand, während der Bus auf der Straße unterwegs war, doch bislang hat sich keine Seite zur Verantwortung für den Vorfall bekannt.
Kamîran: Sie sagte, es gebe mehrere Verletzte, doch bislang seien keine Informationen über deren Zustand bekannt gegeben worden.
Ronahî: Ja, die Informationen beschränken sich auf die Zahl der Verletzten, ohne dass Namen oder ihr Zustand bekannt gegeben wurden.
Gedenken an Gulistan Tara und Hêro Bahadîn
Kamîran: Heute fand in Sulaimaniyya auch eine weitere Gedenkveranstaltung statt.
Ronahî: Zum zweiten Jahrestag ihres Todes wurden die Journalistinnen Gulistan Tara und Hêro Bahadîn am Grab von Hêro Bahadîn in Anwesenheit von Familienmitgliedern und Vertretern der freien Presse erinnert.
Ronahî: Bei der Zeremonie sprachen Hawşîn Şiwane und Sinûr Rehman und sagten, sie seien stolz darauf, an der Seite der Mütter und Väter der Verstorbenen zu stehen und die Botschaft der freien Presse fortzusetzen.
Kamîran: Und im Rahmen dieser Gedenkfeier wurde auch eine Podiumsdiskussion veranstaltet.
Ronahî: Ja, in der Podiumsdiskussion wurde betont, dass Journalistinnen ein gemeinsames Netzwerk aufbauen, Hindernisse für Frauen abbauen und die irakische Regierung dazu bewegen sollten, sich mit den Fällen der beiden Journalistinnen zu befassen.
Minenexplosionen in den Vororten von Idlib
Ronahî: Auf der anderen Seite nimmt auch in den Vororten von Idlib die Zahl der Opfer von Kriegsresten zu. Im Dorf Meeret El Sîn wurden zwei Personen bei der Beseitigung von Überresten eines zerstörten Hauses durch die Explosion einer Mine verletzt.
Ronahî: Laut der Syrischen Menschenrechtsbeobachtungsstelle haben seit Jahresbeginn zweihundertsiebenunddreißig Menschen, darunter Frauen und Kinder, durch Minenexplosionen ihr Leben verloren und dreihundertachtundfünfzig weitere wurden verletzt.
Kamîran: Das ist eine hohe Zahl.
Ronahî: Ja, und diese Zahl umfasst nur die dokumentierten Fälle.
Todesstrafe für politische Gefangene im Iran
Ronahî: Im Iran hat das Oberste Gericht des Regimes die Todesstrafe gegen die vierundzwanzigjährige politische Gefangene Erxewan Felahî verhängt, die im Evin-Gefängnis inhaftiert ist.
Kamîran: Die Organisation HRANA hat diese Information veröffentlicht.
Ronahî: Ja, dem Bericht zufolge steht die politische Gefangene nun vor der endgültigen Gerichtsentscheidung.
Treffen zwischen Bagdad und Washington über Gefangene
Kamîran: Und in Bagdad fand auch ein wichtiges Treffen statt.
Ronahî: Der irakische Justizminister Xalid Şewanî traf sich heute mit dem Geschäftsträger der US-Botschaft in Bagdad, Joshua Harris, und erörterte die Akte der aus Syrien nach Irak überstellten Gefangenen.
Kamîran: Was wurde über die Unterstützung Amerikas gesagt?
Ronahî: Laut der Erklärung des Ministeriums ist Amerika bereit, gemeinsam mit seinen Partnern die notwendige Unterstützung für den Irak bereitzustellen, um diese Akte zu bearbeiten.