
Mittwoch, 26. August
QSD-Führer verkündet, Mission beendet und Selbstauflösung, UNICEF warnt vor einer Million Kindern in Afghanistan.
SDF löst sich auf
Ronahî: Der Oberkommandierende der SDF, Mazlûm Ebdî, gab heute im Volkspalast von Damaskus eine Erklärung ab und verkündete, die Mission der SDF sei beendet und die Kräfte hätten sich als eigenständige Militäreinheit aufgelöst.
Ronahî: Ebdî sagte, dies sei ein Schritt im Rahmen der Umsetzung der Klauseln des Abkommens vom neunundzwanzigsten Januar und fügte hinzu, dass sie nun darauf warteten, dass die Syrische Interimsregierung ihre Versprechen bezüglich des Status der YPJ und der Rechte der Kurden einhalte.
Kamîran: Deshalb traf sich heute Newroz Ehmed vom YPJ-Kommando mit dem Präsidenten der Interimsregierung, Ehmed Şera; wie ist dieses Treffen ausgegangen?
Ronahî: Den Informationen zufolge hat das Treffen gerade erst begonnen und es wird über die Akten der YPJ und die nächste Phase diskutiert, ein offizielles Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben.
Interview Îlham Ehmed-Ebdî-Şera
Kamîran: Im Zusammenhang mit diesem Treffen wurde heute auch ein weiteres Interview angekündigt: Îlham Ehmed, Mazlûm Ebdî und Ehmed Şera trafen sich gemeinsam.
Ronahî: Einer dem Treffen nahestehenden Quelle zufolge diente dieses Treffen der Erörterung vieler gemeinsamer Themen, darunter der Status der autonomen Verwaltung, der Fraueneinheiten und der Verteidigungsakte, doch welche Ergebnisse erzielt wurden, ist noch nicht bekannt gegeben worden.
UNICEF: eine Million Kinder am Rande des Todes
Ronahî: Auf der anderen Seite warnte UNICEF heute, dass in Afghanistan etwa drei Millionen siebenhunderttausend Kinder wegen akuter schwerer Unterernährung in Gefahr seien und von ihnen eine Million Kinder sich in einer sehr kritischen Lage befänden.
Ronahî: Tajedîn Aywalî, UNICEF-Vertreter in Afghanistan, sagte den Journalisten, dass diese Kinder ihr Leben verlieren würden, wenn die Hilfe nicht erhöht werde.
Kamîran: Diese Zahl ist groß, was macht die Lage noch schlimmer?
Ronahî: Der Bericht besagt, dass der Mangel an Mitteln und das Fehlen ausreichender Hilfe die am stärksten schutzbedürftigen, also die Kinder, in eine noch größere Gefahr bringe.
Oman-Iran-Gespräch über die Straße von Hormus
Ronahî: Und auf der anderen Seite gaben Oman und Iran bekannt, dass sie sich darauf geeinigt haben, einen vorläufigen Seeweg durch die Straße von Hormus zu öffnen und ein gemeinsames Minenräumungsprojekt zu starten.
Kamîran: Welche Auswirkungen wird dieses Projekt auf den Seeverkehr haben?
Ronahî: Der gemeinsamen Erklärung zufolge ist das Ziel, die Bewegung von Schiffen und Tankern sicher zu organisieren, doch es wurde noch nicht gesagt, wie vorläufig dieser Seeweg sein wird und welche anderen Länder teilnehmen werden.
Israel in Syrien: kein Rückzug
Ronahî: Der israelische Verteidigungsminister Yisrael Katz sagte während seiner heutigen Reise nach Syrien, dass sie sich nicht vom Scheichberg und dem Puffergebiet zurückziehen würden, solange Bedrohungen für Israels Sicherheit bestünden.
Kamîran: Katz sagte auch, dass die Präsenz der Türkei in Syrien ebenfalls eine Bedrohung darstelle; wurden diese Erklärungen vor oder nach den Gesprächen in Damaskus abgegeben?
Ronahî: Die Erklärung wurde während der heutigen Reise abgegeben, nachdem die Gespräche der SDF und der Interimsregierung in Damaskus begonnen hatten, doch Katz erwähnte keine Namen der Gespräche.