
Sonntag, 30. August
Kurdischer Politiker Mehdi Zana verstorben; Zahl der Hochwassertoten in Nepal erreicht 676
Mehdi Zana verstorben
Ronahî: Der kurdische Politiker und ehemalige Bürgermeister von Amed, Mehdi Zana, hat sein Leben verloren.
Ronahî: Zana wurde wegen einer COPD-Erkrankung in einer Privatklinik in Amed auf der Intensivstation behandelt. Es wurde mitgeteilt, dass seine Beerdigung morgen auf dem Friedhof Yeniköy im Stadtteil Rezan von Amed stattfinden wird.
Kamîran: Ein Name, der lange in der kurdischen Politik präsent war. Dass die Beerdigung morgen stattfindet, bedeutet, dass heute und morgen Trauerfeiern in Amed stattfinden werden.
Ronahî: Ja, nach den vorliegenden Informationen soll die Beerdigung morgen auf demselben Friedhof stattfinden.
Hochwasserkatastrophe an der nepalesisch-tibetischen Grenze
Ronahî: An der nepalesisch-tibetischen Grenze ist die Zahl der Todesopfer bei der Hochwasserkatastrophe auf sechshundertsechsundsiebzig Menschen gestiegen.
Ronahî: Die Überschwemmung ereignete sich am Mittwoch im Himalaya in der Nähe der Grenze. Die nepalesische Katastrophenschutzbehörde gab bekannt, dass allein im Land sechshundertneunundsechzig Menschen ihr Leben verloren haben und die Suche nach Vermissten heute in den vierten Tag gegangen ist.
Kamîran: Wir haben gestern ebenfalls über diese Katastrophe gesprochen, als die Zahl noch nicht so hoch war. Das bedeutet, dass sie weiter steigt.
Ronahî: Richtig. Da die Suche noch andauert und viele Menschen vermisst werden, ist es wahrscheinlich, dass die Zahl noch weiter ansteigt.
Drohnenangriffe auf Russland und die Ukraine
Kamîran: Vom Himalaya wechseln wir zum Ukraine-Krieg, wo heute beide Seiten unter Beschuss stehen.
Ronahî: Die Ukraine hat mit Drohnen die russische Region Belgorod angegriffen. Dabei haben drei Menschen ihr Leben verloren und neun weitere wurden verletzt. Die regionalen Behörden teilten dies über ihre Plattformen mit, machten jedoch keine Angaben zu Schäden und den genauen Zielen.
Ronahî: Auf der anderen Seite hat ein russischer Drohnenangriff nahe der Hauptstadt Kiew ein Lagerhaus getroffen. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt und über zweihundert Personen, darunter Kinder, wurden evakuiert. Der Angriff fand am Freitagabend im Dorf Mayla in der Region Butscha statt und löste ein großes Feuer aus.
Kamîran: Zwei gegenseitige Angriffe am selben Tag. Die ukrainische Seite sprach von der Einleitung einer Untersuchung wegen der Lagerung von Sprengstoffen in diesem Lagerhaus, oder?
Ronahî: Ja, die ukrainischen Behörden gaben bekannt, dass sie eine Untersuchung eingeleitet haben, warum Sprengstoffe in diesem Lagerhaus gelagert wurden.
Hinrichtungs- und Verhaftungsvorwürfe im Iran
Ronahî: Einer iranischen Menschenrechtsorganisation zufolge wurden im Iran in der vergangenen Woche mindestens achtundzwanzig Menschen hingerichtet, neunundneunzig Bürger verhaftet und der Druck auf Studierende und Arbeiterproteste verschärft.
Kamîran: Diese Zahlen gelten nur für eine Woche. Wie sicher ist diese Organisation, dass alle Hinrichtungen offiziell gemeldet wurden?
Ronahî: Die Zahlen stammen aus den Angaben dieser Organisation, und wir wissen nicht, wie viele davon offiziell bestätigt wurden. Gleichzeitig wird berichtet, dass vor wenigen Tagen die Anwältin Raziye Haşimi aus Abdanan festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Ihre Familie sagt, dass bisher keine Informationen über ihr Schicksal vorliegen und sie besorgt sind.
Kamîran: Diese Festnahme und diese Zahlen zusammen ergeben ein schweres Bild für eine Woche.
Netanjahu und die türkische Präsenz in Syrien
Kamîran: Auch in Syrien ist das Thema Sicherheit heute wieder auf die Tagesordnung gekommen, diesmal durch den israelischen Ministerpräsidenten.
Ronahî: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, Israel habe in Syrien eine "Sicherheitszone" errichtet, und warnte vor einer Ausweitung der türkischen Kräfte nach Süden. Diese Äußerung erfolgte nach israelischen Angriffen auf den Militärflughafen Abu Zuhur im ländlichen Idlib.
Kamîran: Gestern haben wir bereits über diese israelische "Sicherheitszone" gesprochen. Heute nennt Netanjahu die Türkei direkt und sagt, ihre militärische Präsenz im Norden Syriens dürfe nicht weiter ausgeweitet werden.
Ronahî: Ja, Netanjahu stellte klar, dass die Türkei derzeit im Norden Syriens präsent ist und Israel gegen jede militärische Ausweitung innerhalb des syrischen Territoriums ist.
Israelische Angriffe auf Gaza
Ronahî: In Gaza gab die israelische Armee bekannt, dass sie einen Hamas-Kommandeur im Märtyrer-al-Aqsa-Krankenhaus in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens ins Visier genommen habe. Israel erklärte jedoch, dass dessen Tod noch nicht bestätigt sei.
Ronahî: Auf der anderen Seite teilte das Gesundheitsministerium des Gazastreifens mit, dass bei den israelischen Angriffen drei Menschen ihr Leben verloren haben.
Kamîran: Das heißt, die Zielnahme des Kommandeurs ist noch nicht bestätigt, während die Zahl der zivilen Todesopfer vom Ministerium gemeldet wurde.
Ronahî: Richtig, diese beiden Informationen kommen von zwei verschiedenen Seiten: die Zielnahme von der israelischen Armee und die Todeszahlen vom Gesundheitsministerium des Gazastreifens.