Tagesüberblick

Montag, 7. September

Schüler in Rojava protestieren gegen den Beschluss von drei Stunden Kurdisch

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Protest gegen den Beschluss zum Kurdischen

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Ronahî: Heute hat das Schuljahr zweitausendsechsundzwanzig bis zweitausendsiebenundzwanzig begonnen, doch in vielen Städten Rojava sind die Schüler nicht in ihre Klassen gegangen. In Hasaka haben hunderte Schüler es abgelehnt, den Unterricht zu beginnen.

Ronahî: Der Streitpunkt ist ein Beschluss des Bildungsministeriums, der am siebenundzwanzigsten August erlassen wurde. Nach diesem Beschluss gilt das Kurdische als Wahlfach mit nur drei Stunden in der Woche. Die Schüler wünschen sich, dass alle Fächer auf Kurdisch unterrichtet werden.

Kamîran: Und das betrifft nicht nur Hasaka — der Unmut hat sich gleichzeitig in mehreren Städten gezeigt.

Ronahî: Genau. Auch in Kobani sind die Schüler nicht in den Unterricht gegangen. In Amûdê haben Familien und die Ältesten der Stadt sich vor dem Bildungszentrum versammelt und gefordert, dass die Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. Der Kurdischlehrer Arşek Parvî sagte dort, dass die Bevölkerung gegen den Beschluss des Ministeriums sei.

Kamîran: In diesem Jahr haben wir schon einmal über Proteste wegen desselben Beschlusses berichtet. Der Unterschied heute ist, dass die Schulen geöffnet haben und die Schüler selbst abgelehnt haben.

Ronahî: Ja. Eine Schülerin namens Nurcan Mihemed sagte: „Wir fordern unser Recht auf Unterricht in kurdischer Sprache.“ Auf der anderen Seite sagen Intellektuelle aus Qamişlo, dass drei Stunden nicht ausreichen, und sie fordern, dass das Kurdische als Amtssprache des Landes anerkannt und in der neuen syrischen Verfassung verankert wird.

Kongress der DEM Partei

2:09

Kamîran: Von Rojava gehen wir nach Ankara, wo die DEM Partei ihren großen Kongress abgehalten hat.

Ronahî: Ja, der fünfte Ordentliche Große Kongress fand im Nazim-Hikmet-Kulturzentrum in Yenimahalle statt. Etwa sechshundert Delegierte stimmten ab, und Tuncer Bakirhan und Tulay Hatimogullari wurden erneut als gemeinsame Generalsekretäre gewählt.

Ronahî: Die Wahl wurde mit einer einzigen Liste durchgeführt, und auch das neue Parteipräsidium wurde gewählt. An der Wand des Saals hing ein Transparent mit der Aufschrift „Frau, Leben, Freiheit“.

Kamîran: Die Delegierten kamen aus ganz Nordkurdistan und der Türkei, oder?

Ronahî: Ja, die Beteiligung war breit, Menschen aus vielen Städten waren gekommen.

Israelische Angriffe im Libanon und in Gaza

2:55

Ronahî: Bei dem israelischen Angriff auf die Ortschaften der Provinz Nabatyeh im Süden des Libanon haben sechs Menschen ihr Leben verloren und zwanzig Personen wurden verletzt.

Ronahî: Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums starben in der Ortschaft Nabatiyeh al-Fawqa zwei Menschen und zwei wurden verletzt, und im Stadtteil Rahibat wurden acht Personen verletzt, darunter eine Frau und ein Kind.

Kamîran: Und am selben Tag gab es einen weiteren Angriff in Gaza.

Ronahî: Ja. Im Westen der Stadt Gaza traf ein Luftangriff ein Haus, zwei Menschen — ein Älterer und ein Kind — verloren ihr Leben und sechs Personen wurden verletzt. Diese Informationen stammen aus Gesundheitskreisen in Gaza.

Währungskrise in Syrien

3:38

Kamîran: In Syrien gibt es einen weiteren Aspekt des Lebens, der die Familien unter Druck setzt — die wirtschaftliche Lage.

Ronahî: Seit Beginn des Jahres zweitausendsechsundzwanzig ist eine neue syrische Währung im Umlauf. Seitdem halten die wirtschaftlichen Diskussionen über den Mangel an Bargeld und seine Auswirkungen auf die Kaufkraft der Familien an.

Ronahî: Der Austausch der alten Währung gegen die neue dauert noch an, und damit sind die Preise gestiegen, was den Druck auf Märkte und Familien weiter erhöht.

Kamîran: Das heißt, es geht nicht nur um die Preise, sondern das Geld selbst fehlt und einige Zahlungen verzögern sich ebenfalls.

Ronahî: Genau, beide Probleme hängen miteinander zusammen.

Diplomatische Bemühungen zum Ukraine-Krieg

4:18

Kamîran: Und wir schließen mit einem internationalen Thema — neue Bemühungen um ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine.

Ronahî: Die amerikanischen Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich heute in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky. Dies geschieht im Rahmen der Bemühungen der Regierung von Donald Trump.

Ronahî: Bevor sie nach Kiew reisten, führten die beiden in Moskau ein dreistündiges Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Über die Ergebnisse dieser Gespräche liegen jedoch keine klaren Informationen vor.

Kamîran: Also gibt es Treffen, aber noch ist nichts Konkretes auf dem Tisch.

Ronahî: So scheint es, ja.

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