
Dienstag, 1. September
Amerika und Iran steuern auf Zusammenstoß zu, Demonstrationen für kurdischen Unterricht in Syrien dauern an
Neue Runde der Angriffe zwischen Amerika und Iran
Ronahî: Nach einer einmonatigen Pause hat die Vereinigten Staaten von Amerika erneut Angriffe gegen Iran durchgeführt. Das United States Central Command, also CENTCOM, gab bekannt, dass die Angriffe zwei iranische Raketenanlagen auf der Insel Larak in der Straße von Hormus getroffen haben.
Ronahî: Als Antwort meldete Iran, einen amerikanischen Stützpunkt in Jordanien angegriffen zu haben.
Kamîran: Und Trump selbst hat über diesen iranischen Angriff gesprochen, nicht wahr?
Ronahî: Ja. Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte, sie würden antworten, und seine Worte waren: "Wir werden einen starken Schlag austeilen." Trump sagte, alle Raketen aus Iran seien bis auf eine abgefangen worden, und diese eine habe keinen großen Schaden angerichtet.
Kamîran: Gleichzeitig kommt aus Teheran aber auch eine andere, gemäßigtere Stimme.
Ronahî: Richtig. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian sagte heute bei einem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi, Teheran wolle keinen Krieg mit Amerika fortsetzen, und fügte hinzu, dass die Fortsetzung des Krieges nicht im Interesse Irans liege. Er sagte, sie versuchten, einen Weg zu Einigung und Verständigung zu finden.
Kamîran: Deshalb sehen wir zwei Botschaften nebeneinander – eine Drohung mit Angriff auf der einen Seite, einen Aufruf zu Verhandlungen auf der anderen.
Demonstrationen für kurdischen Unterricht in Syrien
Ronahî: In vielen Städten im Norden und Nordosten Syriens sind Lehrerinnen, Schülerinnen und Familien gegen eine Entscheidung des syrischen Bildungsministeriums auf die Straße gegangen. Diese Entscheidung sieht nur drei Stunden Kurdischunterricht pro Woche vor.
Kamîran: Das heißt, die kurdische Sprache wird als Fach behandelt, nicht als Unterrichtssprache.
Ronahî: Genau so. In Hasaka und Qamischli fanden Aktionen statt, und die Demonstranten trugen Plakate mit den Aufschriften "Ohne Sprache gibt es kein Leben" und "Die kurdische Sprache ist Recht, Existenz und Zukunft". In den Städten Qamischli, Derik und Tschil Axa der Region Dschasira wurde auch gefordert, dass die kurdische Sprache neben Arabisch eine der Hauptsprachen in den Bildungseinrichtungen wird.
Ronahî: Auch in Kobani gaben politische Parteien eine schriftliche Erklärung ab und lehnten die Entscheidung ab. Sie stellten fest, dass diese Entscheidung den kurdischen Schülern das Recht verweigere, in ihrer Muttersprache zu lernen.
Kamîran: Diese Stimmen kommen aus mehreren verschiedenen Städten gleichzeitig, was zeigt, dass die Unzufriedenheit nicht nur an einem Ort zu finden ist.
Todesurteile im Iran
Ronahî: Im Iran hat die Erste Kammer des Revolutionsgerichts von Isfahan zehn Aktivisten der letzten Demonstrationen zum Tode und zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Dasselbe Gericht verurteilte sechs weitere Aktivisten insgesamt zu zweihundertsechsundfünfzig Jahren Gefängnis.
Kamîran: Das sind nur Gerichtsentscheidungen – doch es heißt, dass auch Hinrichtungen vollstreckt worden seien.
Ronahî: Ja. Laut Berichten wurden zwischen dem vierundzwanzigsten und sechsundzwanzigsten August in den Gefängnissen von Chorramschahr, Sari, Rascht, Jazd und Isfahan mehrere Gefangene hingerichtet. Die Frauenorganisation Kongra Star gab eine Erklärung ab und forderte die Aussetzung der Todesstrafe, und sagte, dass durch Hinrichtungen der Wille der Völker nicht gebrochen werde.
Munitionsexplosionen in Syrien und Halabdscha
Ronahî: Heute haben zwei getrennte Explosionen zum Tod mehrerer Menschen geführt. In den ländlichen Gebieten von Deir ez-Zor, in der Region Feyda Bin Miweni, explodierte eine Landmine und acht Menschen verloren ihr Leben. Laut dem Syrischen Observatorium für Menschenrechte befanden sich drei Kinder und eine Frau unter den Opfern, und mehrere Menschen wurden verletzt.
Kamîran: Und in Halabdscha gab es einen ähnlichen Vorfall mit alter Munition.
Ronahî: Ja. Im Stadtteil Mordane von Halabdscha explodierte eine Artilleriegranate, als zwei Bürger sie berührten, und beide verloren ihr Leben. Laut Berichten waren beide vierzig Jahre alt, und einer von ihnen hieß Serheng Kebir. Die Polizei sagt, dass Ermittlungen aufgenommen wurden.
Kamîran: Beide Vorfälle zeigen, wie gefährlich zurückgelassene Munition bleibt.
Überschwemmung in Nepal
Ronahî: In der Region Rasuwa in Nepal, die an der Grenze zu China liegt, ist die Zahl der Menschen, die bei der Überschwemmung ihr Leben verloren haben, auf neunhundertdrei gestiegen. Außerdem werden viertausendzweihundertsiebenundvierzig Menschen vermisst.
Kamîran: Die Zahl der Vermissten ist fast fünfmal so hoch wie die der Toten – das heißt, die Bilanz kann noch viel schwerer werden.
Ronahî: Richtig. Laut vorläufigen Daten der Nepalesischen Katastrophenschutzbehörde steigen die Zahlen weiter an, und die Katastrophe hat eine weite Region an der Grenze zu China betroffen.
Militärabkommen zwischen Israel und Griechenland
Kamîran: Angesichts dieser Konflikte wurde im Mittelmeerraum ein großes Militärabkommen unterzeichnet.
Ronahî: Ja. Israel und Griechenland haben ein Militärabkommen im Wert von drei Milliarden Euro für den Verkauf eines Luftverteidigungssystems an Athen unterzeichnet. Das israelische Verteidigungsministerium bezeichnete es als eines der größten Verteidigungsverkaufsabkommen seiner Geschichte.