Tagesüberblick

Mittwoch, 2. September

Israels Angriffe auf Gaza: vier Tote; Explosion eines Munitionsdepots in Idlib: fünf Tote; Proteste in Rojava gegen die Einschränkung des Kurdischen halten an

4:31
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Israels Angriffe auf Gaza

0:36

Ronahî: Heute haben mindestens vier Menschen bei israelischen Luftangriffen auf die Stadt Gaza ihr Leben verloren. Unter den Toten sind zwei Kinder und eine Frau, mehrere weitere Personen wurden verletzt.

Ronahî: Laut dem Generaldirektor des Medienamts der Regierung von Gaza, Ismaîl El Sewabîta, versuchte eine israelische Spezialeinheit eine Operation in der Stadt durchzuführen, doch nachdem sie entdeckt wurde, begann das Militär mit Bombardements, um den Rückzug dieser Einheit zu decken.

Kamîran: Der Luftangriff erfolgte also nach der Bodenoperation. Was hat Israel selbst dazu gesagt?

Ronahî: Israels Verteidigungsminister Yisrael Katz gab bekannt, dass ein hochrangiger Hamas-Führer festgenommen wurde. Weitere Einzelheiten zu der Operation wurden nicht bekanntgegeben.

Explosion eines Munitionsdepots in Idlib

1:24

Ronahî: In Idlib stieg die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion auf fünf. Die Gesundheitsbehörde von Idlib gab diese Zahl bekannt. Zuvor war von zwei Toten und fünf Verletzten die Rede gewesen.

Kamîran: Wie kam es zu dieser Explosion?

Ronahî: Die Explosion ereignete sich heute gegen vierzehn Uhr in der Stadt Bensch. Ersten Angaben zufolge explodierte ein mit Munition beladenes Fahrzeug, Ursache und Quelle der Explosion sind jedoch noch unklar.

Kamîran: Ein mit Munition beladenes Fahrzeug mitten in der Stadt – das bedeutet, dass es in dieser Region immer noch Kriegsüberreste gibt.

Protest gegen die Einschränkung des Kurdischen

2:00

Ronahî: In Rojava halten die Proteste gegen den Beschluss des Bildungsministeriums der syrischen Übergangsregierung an. Mit diesem Beschluss wurde der Unterricht in kurdischer Sprache auf drei Stunden pro Woche beschränkt.

Ronahî: Heute gingen die Einwohner von Derbesiye auf dem zentralen Marktplatz der Stadt auf die Straße. Einwohner, Mitglieder von Organisationen und zivilen Räten, Vertreter politischer Parteien sowie Jugend- und Frauenbewegungen nahmen an der Demonstration teil und bezeichneten den Beschluss als Zeichen der Ausgrenzung der kurdischen Sprache.

Kamîran: Und nicht nur in Derbesiye, oder?

Ronahî: Nein, auch in Hesekê und Kobanê veranstalteten Studierende und Hochschuldozenten Aktionen. In Hesekê verlasen Studierende vor dem Rathaus eine Erklärung auf Kurdisch und Arabisch. Dozenten und Studierende sagen, dass die Behinderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Muttersprache sich auf die psychische Verfassung und den Lernerfolg der Studierenden auswirken werde.

Kamîran: Auch Frauenorganisationen haben sich dazu geäußert.

Ronahî: Ja. Die Koordination der Frauengemeinschaften Kurdistans stellte fest, dass Kurdisch in dem Beschluss zwar als Nationalsprache anerkannt werde, im Unterricht aber auf wenige Stunden beschränkt bleibe, und rief dazu auf, Bildung ohne Muttersprache nicht hinzunehmen.

Kämpfe im Umland von Suwayda

3:18

Ronahî: Im Westen des Umlands von Suwayda haben die Kämpfe mit schweren Waffen und Artilleriebeschuss erneut begonnen. Die Auseinandersetzungen finden zwischen den Kräften der Inneren Sicherheit und einer Gruppe namens Nationale Heimwehr statt.

Kamîran: Das scheint sich zu wiederholen.

Ronahî: Ja, nach den heftigen Kämpfen, die von gestern Abend bis heute früh andauerten, gab es eine angespannte Pause, dann flammten die Gefechte an mehreren Fronten wieder auf. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, und die Sicherheitslage in der Region bleibt angespannt.

Beschluss der Vereinten Nationen für Frauen auf der Suche nach Verschwundenen

3:51

Kamîran: Zum Abschluss gibt es eine Nachricht der Vereinten Nationen, die mit der Lage in Syrien zusammenhängt.

Ronahî: Ja, die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat einen Beschluss angenommen, der den neunzehnten Dezember zum Internationalen Tag der Frauen auf der Suche nach Verschwundenen erklärt. Dieser Beschluss wurde von Syrien eingebracht.

Ronahî: Der Beschluss würdigt die Bemühungen dieser Frauen bei der Suche nach ihren verschwundenen Angehörigen und hebt die Herausforderungen hervor, denen sie auf diesem Weg begegnen.

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