Tagesüberblick

Donnerstag, 3. September

Proteste gegen die Kürzung des Kurdisch-Unterrichts breiten sich in Städten Ostsyriens aus

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Protest gegen die Kürzung der Kurdisch-Stunden

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Ronahî: Heute fanden in Kobanê, Til Temir, Hesekê, Zirgan, Qamişlo und Girkê Legê Demonstrationen und Märsche statt. Alle hatten dieselbe Forderung: Rücknahme des Beschlusses des Bildungsministeriums der syrischen Übergangsregierung.

Ronahî: Dieser Beschluss begrenzt den Unterricht der kurdischen Sprache in den Schulen auf lediglich drei Stunden pro Woche. Die Teilnehmenden forderten, diese Zahl zu erhöhen und Kurdisch als offizielle Sprache mit gleichem Status wie Arabisch anzuerkennen.

Kamîran: Also geht es nicht nur um die Anzahl der Stunden, sondern auch um den Status der Sprache selbst.

Ronahî: Genau. In Qamişlo organisierte die Volksinitiative einen Marsch unter dem Motto "Unsere Sprache ist unsere Existenz", an dem mehrere hundert Menschen teilnahmen. In Hesekê veranstaltete das Institut zur Vorbereitung von Lehrkräften eine künstlerische Aktion, bei der Lehrkräfte Plakate mit der Aufschrift "Die kurdische Sprache ist unsere Identität" trugen.

Kamîran: Die Mehrheit der Teilnehmenden waren Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, nicht nur Organisationen — das wird deutlich.

Ronahî: Ja, Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und Lehrkräfte. Die Teilnehmenden machten deutlich, dass das Recht auf muttersprachlichen Unterricht ein unveräußerliches Recht ist und nicht zur Debatte steht.

Todesbilanz in Syrien

1:59

Kamîran: Diese Proteste finden in einer schweren Lage Syriens statt. Ronahî, heute sind Zahlen veröffentlicht worden, die vieles aussagen.

Ronahî: Eine Menschenrechtsbeobachtungsorganisation gab bekannt, dass von Beginn des Jahres zweitausendsechsundzwanzig bis Ende August zweitausendzweihundertvierzig Menschen in verschiedenen Teilen Syriens ihr Leben verloren haben.

Ronahî: Von diesen waren eintausendfünfhundertdrei Zivilpersonen. Weitere siebenhundertsiebenunddreißig Menschen waren Nicht-Zivilpersonen, die in Kämpfen, bewaffneten Angriffen und Gewalt zwischen den Konfliktparteien ihr Leben verloren.

Kamîran: Also mehr als zwei Drittel der Opfer sind Zivilpersonen — das zeigt, wie sehr diese Gewalt in die Bevölkerung eindringt.

Ronahî: Ebenfalls wurden heute im Dorf Erîşa bei Til Temir die Leichen zweier junger Menschen gefunden, in der Nähe des Assyrischen Hügels, nachdem fünfzehn Tage lang der Kontakt zu ihnen unterbrochen war. Die Inneren Sicherheitskräfte haben das Gebiet abgeriegelt und eine Untersuchung zur Todesursache eingeleitet.

Bericht der Atomenergiebehörde über Uran

3:04

Kamîran: Jetzt kommen wir zu einem Thema, das auch über die Grenzen Syriens hinaus Aufmerksamkeit erregt.

Ronahî: Die Internationale Atomenergie-Organisation veröffentlichte am Dienstag einen Bericht, demzufolge in Syrien nicht deklariertes Material und Anlagen entdeckt wurden, die nach Angaben der Behörde die bestehende Sicherungsvereinbarung direkt verletzen.

Ronahî: Laut der Behörde werden in einer syrischen Anlage etwa dreiundsiebzig Tonnen natürliches Uran aufbewahrt. Davon sind fünfundfünfzig Tonnen in Form von Konzentrat. Der Bericht erwähnt außerdem Spuren eines geheimen Programms.

Kamîran: Diese Informationen werden von der Behörde gemeldet — wir wissen nicht, ob Damaskus bereits eine Antwort gegeben hat.

Ronahî: Richtig, in diesen Meldungen gibt es keine offizielle Antwort von Damaskus.

Drohnenangriffe auf Hewlêr

3:51

Ronahî: Nach dem Angriff der Vereinigten Staaten auf den Iran hat das iranische Regime Golfstaaten und auch die Region Kurdistan ins Visier genommen. Zwischen ein Uhr und dreizehn Minuten bis drei Uhr und einunddreißig Minuten morgens haben Koalitionskräfte zehn Kamikazedrohnen über der Provinz Hewlêr abgeschossen.

Ronahî: Laut der Mitteilung wurden alle zehn Drohnen abgeschossen und zerstört, und es wurden keine Opfer gemeldet.

Kamîran: Zehn Drohnen innerhalb weniger Stunden — das ist keine Kleinigkeit.

Ronahî: Nein. Bereits zuvor hatte eine Sicherheitsquelle von dem Abschuss zweier Drohnen über der Stadt Hewlêr berichtet. Die Iranischen Revolutionsgarden gaben ebenfalls bekannt, dass sie ihr Ziel erreicht hätten.

Überschwemmungen in Nepal

4:35

Kamîran: Wir verlassen die Region und wenden uns Asien zu, wo es eine sehr schwere Bilanz gibt.

Ronahî: In Nepal hat die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen eintausendeinhundertvierzehn erreicht, und dreitausendneunhundertsechzehn Menschen werden vermisst, laut der vorläufigen Bilanz der Katastrophenschutzbehörde des Landes.

Ronahî: Die staatliche chinesische Presse berichtete ebenfalls, dass in der Region Tibet sechzehn Menschen starben und fünfhundertsechsundvierzig Menschen vermisst werden. Damit liegt die Gesamtzahl der Opfer bei über eintausendeinhundertdreißig Menschen.

Kamîran: Und Tausende Vermisste — das bedeutet, dass diese Zahl noch weiter ansteigen kann.

Zusammenstoß von Schiffen vor der Küste von Istanbul

5:17

Kamîran: Unsere letzte Meldung kommt von der Küste Istanbuls.

Ronahî: Etwa acht Meilen vor der Küste von Silivri stießen zwei Handelsschiffe zusammen. Von den zehn Besatzungsmitgliedern des Schiffes namens Tuberk Imamoglu besteht seitdem kein Kontakt mehr.

Kamîran: Zehn Menschen werden vermisst, und wir wissen noch nicht, was mit ihnen geschehen ist.

Ronahî: Ja, die Sucharbeiten dauern an. Das zweite Schiff erlitt keinen Schaden.

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